Ein Overshirt ist das Teil, zu dem du greifst, wenn ein normales Hemd zu dünn und eine Jacke zu viel ist. Es liegt irgendwo zwischen Hemden für Herren und Jacken für Herren: fester Stoff, lockerer Schnitt, meist mit Brusttaschen. Wer ein Overshirt für Herren kombinieren will, hat es leicht, denn es passt zu Jeans genauso wie zu Chinos. Hier erfährst du, worin sich Hemdjacke, Cord-Overshirt und Flanell unterscheiden, worauf du bei Passform und Größe achtest und welche Modelle sich lohnen.
Was ist ein Overshirt?
Das Overshirt, oft auch Hemdjacke oder Shacket genannt, sieht aus wie ein Hemd, wird aber wie eine leichte Jacke getragen. Der Stoff ist deutlich schwerer als bei einem Freizeithemd, der Schnitt etwas weiter, damit darunter noch ein Shirt oder ein dünner Pullover Platz hat. Typisch sind zwei aufgesetzte Brusttaschen, ein klassischer Hemdkragen und eine Knopfleiste, manchmal mit Druckknöpfen.
Du kannst es zugeknöpft als Hemd tragen oder offen über einem T-Shirt. Genau diese doppelte Rolle macht es im Herbst und im Frühjahr so praktisch.
Die wichtigsten Overshirt-Arten im Überblick
Die klassische Hemdjacke aus Twill oder Strukturstoff
Die glatte Hemdjacke ist die vielseitigste Variante. Sie wirkt ordentlich, ohne steif zu sein, und lässt sich auch im Büro tragen. Ein gutes Beispiel ist das riverso RIVVincent im Regular Fit, das es in ruhigen Farben wie Beige und Schwarz gibt und das bis 5XL gut verfügbar ist. Etwas lässiger fällt das Jack & Jones JJEREGENT STRUCTURE OVERSHIRT im Relaxed Fit aus, dessen Strukturstoff dem Look etwas Tiefe gibt.
Das Cord-Overshirt
Cord ist der Herbststoff schlechthin. Die feinen Rippen fangen das Licht, wirken warm und sehen auch nach vielen Wäschen gut aus. Das Jack & Jones JJEREGENT CORD OVERSHIRT ist bewusst weit geschnitten und eignet sich gut als Jackenersatz an milden Tagen. Wer es etwas näher am Körper mag, schaut sich das riverso Cordhemd RIVMorten an: Es sitzt wie ein Hemd und lässt sich trotzdem offen über einem Shirt tragen.
Karo und Flanell: das Overshirt mit Charakter
Karierte Overshirts und Flanellhemden gehören zusammen, auch wenn sie nicht ganz dasselbe sind. Ein echtes Overshirt hat den schwereren Stoff, ein Flanellhemd ist weicher und dünner. Beide bringen Farbe in Outfits, die sonst aus Denim und gedeckten Tönen bestehen.
Als Overshirt mit Muster überzeugt das Only & Sons ONSESKE CHECKED OVERSHIRT mit dezentem Karo in Dunkelblau und Grau. Beim klassischen Flanell sind das riverso Flanellhemd RIVArne mit seiner großen Farbauswahl und das DENIMFY Flanellhemd DFDean aus unserer Eigenmarke gute Startpunkte. Beide gibt es von S bis 5XL. Wer es kräftiger mag, greift zum Urban Classics CHECKED FLANELL mit starkem Kontrast.
Passform und Größe: So sitzt ein Overshirt richtig
Weil du darunter noch etwas trägst, darf ein Overshirt eine Spur weiter sein als dein normales Hemd. Die Schulternaht sollte trotzdem ungefähr auf der Schulter sitzen und nicht weit darüber hinaus hängen. Die Ärmel enden am Handgelenk, die Länge reicht bis etwa zur Mitte des Hosenschritts.
- Regular Fit: sitzt wie ein etwas großzügiges Hemd, gut für den Büroalltag und schmale Hosen.
- Relaxed Fit: weiter und kastiger, passt zu geraden oder lockeren Jeans und eignet sich zum Drüberziehen über einen Pullover.
Liegst du zwischen zwei Größen, nimm bei Regular-Fit-Modellen eher die größere und bei Relaxed Fit die gewohnte Größe. Viele Overshirts gibt es auch in unserer Auswahl an Hemden in großen Größen für Herren.
Overshirt kombinieren: Herren-Outfits durchs Jahr
Frühling und Sommer
An kühlen Morgen trägst du das Overshirt offen über einem hellen T-Shirt, mittags hängt es über der Schulter. Dazu passen helle Jeans oder eine beige Chinohose. Glatte, leichtere Modelle wie das Only & Sons ONSNEWKODYL OVERSHIRT funktionieren hier besser als dicker Cord.
Herbst
Jetzt hat das Overshirt seine beste Zeit. Kombiniere ein Cord-Overshirt in Braun oder Oliv mit dunklen Jeans und Boots. Darunter passt ein Langarmshirt oder ein schlichter Henley. Wer es sportlicher mag, trägt eine Cargohose und Sneaker dazu.
Winter
Im Winter wird das Overshirt zur Mittelschicht. Zieh es über einen feinen Pullover oder einen Hoodie und darüber einen Mantel oder eine Steppjacke. Flanell wärmt dabei mehr, als man ihm ansieht. Statt Overshirt geht im Haus auch eine Sweatjacke, draußen ist die Hemdjacke aber die schönere Wahl.
Im Büro
Ein einfarbiges Overshirt in Schwarz, Dunkelblau oder Beige ersetzt im Business-Casual-Alltag das Sakko. Trag es geschlossen oder offen über einem Rundhalspullover, dazu eine dunkle Jeans ohne Used-Effekte oder eine Chino. Karo und Cord wirken dagegen eher nach Wochenende.
Tipps zur Pflege
Overshirts aus Baumwolle, Cord oder Flanell wäschst du am besten auf links bei 30 bis 40 Grad und ohne Weichspüler, damit der Stoff nicht stumpf wird. Cord nicht in den Trockner geben, sondern nass in Form ziehen und hängend trocknen. Flanell kann beim ersten Waschen leicht einlaufen, deshalb lieber kühl waschen.
Häufige Fragen zu Overshirts
Was ist der Unterschied zwischen Overshirt und Hemd?
Ein Overshirt ist aus deutlich schwererem Stoff, etwas weiter geschnitten und wird meist offen wie eine leichte Jacke getragen. Ein Hemd ist dünner und wird in der Regel geschlossen getragen.
Trägt man ein Overshirt offen oder geschlossen?
Beides geht. Offen über einem T-Shirt wirkt es lässig, geschlossen ersetzt es ein Hemd. Bei weiten Relaxed-Fit-Modellen sieht offen meist besser aus.
Ab wie viel Grad reicht ein Overshirt als Jacke?
Als Faustregel reicht ein Overshirt mit Shirt darunter ab etwa 15 Grad. Wird es kälter, kommt ein Pullover drunter oder eine Jacke drüber.
Welche Hose passt zum Overshirt?
Fast jede: Jeans in Regular oder Straight Fit sind der Klassiker, Chinos machen das Outfit etwas feiner, Cargohosen sportlicher. Wichtig ist nur, dass weite Overshirts nicht mit sehr engen Hosen kombiniert werden.